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Innehalten, wahrnehmen, aufschreiben. Eine kleine Ressourcen-Übung für den Alltag

Autorenbild: Jan Rieder
Jan Rieder
vor 5 Tagen
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Unser Alltag ist geprägt von ständigem Tun und Handeln. Ein Termin jagt den nächsten, Gedanken kreisen um das, was noch erledigt werden muss. Oft sind wir gedanklich bereits beim übernächsten Schritt, während wir den jetzigen noch gar nicht abgeschlossen haben. Umso wichtiger ist es, immer wieder bewusst innezuhalten. Einen Stopp einzubauen, im Körper anzukommen und wahrzunehmen, was gerade da ist.


Thunersee

Eine einfache Übung dazu (sie benötigen lediglich einen Raum für sich, 5–15 Minuten und ein Blatt Papier und einen Stift)

Setzen sie sich bequem hin und richten sie für einen kurzen Moment ihre Wahrnehmung auf den Atem: Kurzes Einatmen (wenn möglich über die Nase) und langes Ausatmen aus dem Mund, bis keine Luft mehr rauskommt. → Pause → 3x wiederholen.


Spüren sie in ihren Körper hinein. Was zeigt sich gerade? Was ist gerade da? Vielleicht eine Körperempfindung? Vielleicht eine Empfindungslosigkeit? Vielleicht ein Gefühl? Was auch immer da ist, lassen sie es zu. Ohne zu bewerten, ohne etwas verändern zu wollen.


Nehmen sie jetzt das Blatt und schreiben sie einfach auf, was gerade da ist. Ohne lange zu überlegen, ohne zu korrigieren. Lassen sie die Gedanken und Gefühle direkt aufs Papier fliessen. Es muss weder schön geschrieben, gut formuliert noch logisch sein. Falls ihnen nichts einfällt, einfach so tun und anfangen zu schreiben. Es entsteht dann immer mehr ein Schreibfluss. Wichtig ist, nicht zu überlegen, sondern direkt vom Hirn zum Stift – also das, was man sonst eben nicht macht :-)


Es darf spielerisch sein, aber trotzdem nicht ins Schauspiel gehen. Authentisch bleiben und schauen, was entsteht.


Das freie Aufschreiben von Gedanken und Gefühlen kann helfen, innere Prozesse bewusster wahrzunehmen und Erlebtes zu verarbeiten. Es lenkt unsere Aufmerksamkeit von den Alltagsgedanken und vom Grübeln hin in die unmittelbare Gegenwart. Das Nervensystem kann sich entspannen und im Hier und Jetzt, anstatt im wenn und aber verankern.


Atmen -Zulassen - Ankommen.


Herz im Wald

Ich wünsche dir, ich wünsche ihnen eine spannende Schreibreise, mit viel Atem, Leben und Entspannung.


Herzlich,

Jan Rieder


Wünschen sie weitere Ressourcen-Übungen für den Alltag oder haben eine Frage zur Craniosacral Therapie? Gerne können sie mich über den folgenden Link kontaktieren: Jan Rieder Komplementärtherapeut mit eidg. Diplom Methode Craniosacral Therapie

 
 
 

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